Ausstellung:

RheinSCHIENE & WarenSTROM - Zukunftswerkstatt Kulturlandschaft

INTERDISZIPLINÄRES KUNSTPROJEKT zum Werkbundtag 2012
18. August bis 30. September 2012

in den Räumen des Landesmuseums und der Kirche der Festung Ehrenbreitstein, Koblenz.
Öffnungszeiten: täglich 10.00 - 18.00 Uhr

Teilnehmende bildende Künstler:

  • Thomas HOSTETTLER
  • Markus HEINSDORFF
  • Irene BAUER-CONRAD
  • Gerhard LIENEMEYER
  • Andreas WOLF
  • Louis BUSMAN
  • Jochem AHMANN
  • Walter SCHERNSTEIN
  • Tomas RIEHLE
  • Rolf HENNES
  • Elfie CLEMENT
  • Dietmar GROSS
  • Petra GOLDMANN

In der Auftaktveranstaltung zum Werkbundtag 2012 in Koblenz präsentieren 13 KünstlerInnen aus Deutschland und der Schweiz spartenübergreifende Positionen von Malerei, Fotografie, Grafik, Bildhauerei, Installation bis Videokunst und loten in ihren visionären Ansätzen die Perspektiven, Risiken, Chancen und Auswirkungen der wachsenden Warenströme auf die Kulturlandschaft entlang des Rheins aus. Ergänzt wird die 6-wöchige Ausstellung mit einer Performance "Zeiten alten aus" unter Leitung des Schriftstellers Peter Grosz und der Bühnenbildnerin Susanne Maier-Staufen, die in drei unterschiedlichen Episoden - zur Eröffnung am 18. August, der Koblenzer Museumsnacht am 1. September und der Finissage am 29. September - gezeigt wird.

Nach der Werkbund-Ausstellung 2010, die im 2000 qm großen denkmalgeschützten Areal der Trierer Viehmarktthermen das Spannungsverhältnis von zeitgenössischer Kunst im historischen Kontext in vielschichtigen Ansätzen zeigte, folgt auf Einladung des rheinland-pfälzischen Werkbunds im August 2012 die künstlerische Fortsetzung.

In erneuter Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe stellen sich die eingeladenen Künstler, in den rohen, auf ihren Kern reduzierten Räumen, des im Umbau befindlichen Landesmuseums der Festung Ehrenbreitstein, der Herausforderung des aktuellen Leitthemas des Werkbundtages.

Verkehrswege waren und sind Entwicklungsachsen der Kultur. Durch die Bedeutung als europäischer Durchgangsraum partizipierten das Rheintal und seine Städte von der wirtschaftlichen Prosperität und wurden einst reich. Burgen und Zollstationen, eindrucksvolle Symbole dieser Zeit, zählen heute noch zu den touristischen Attraktionen am Rhein.

Schriftsteller und bildende Künstler des 19. Jahrhunderts entdeckten die Qualitäten dieser durch Handel und Verkehr geprägten einzigartigen Kulturlandschaft und trugen maßgeblich zur Entwicklung des populären Mythos vom romantischen Rhein bei.

In der Ausstellung lenken die Künstlerinnen und Künstler in ihren Interventionen die Wahrnehmung des Betrachters auf den durch die Globalisierung des Handels verursachten kulturellen und gesellschaftlichen Wandel einer Kulturlandschaft und sensibilisieren für die Dimension möglicher zukünftiger Auswirkungen.

Die Ausstellung führt den Besucher auf eine einzigartige sinnliche Rheinreise und versteht sich als Initialzündung für einen kritischen Diskurs im Rahmen der öffentlichen Jahreskonferenz des Deutschen Werkbunds mit zahlreichen Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.


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